
Statistische Angaben
Sammlung wichtiger Statistiken, welche für die Arbeit von hoher Bedeutung sind
In diesem Abschnitt werde ich mich mit einigen wichtigen Statistiken befassen, diese miteinander vergleichen und wie in den zwei vorherigen Schritten eine schriftliche Analyse bereitstellen. Konkret werden folgende fünf Statistiken betrachtet:
- Entwicklung der Einwohnerzahl (seit 1920)
- Personen pro Haushalt (heute)
- Beschäftigungsvolumen & Pendleranteil
- Überbaute Fläche in ha
- Migration innerhalb der Stadt Aarau
Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1910
| Jahr | Einwohner | Davon |
|---|---|---|
| 1910 | 9'593 | 7'986 CH / 1'607 Ausländer |
| 1930 | 11'666 | 10'472 CH / 1'194 Ausländer |
| 1950 | 14'280 | 13'373 CH / 907 Ausländer |
| 1970 | 16'881 | 13'782 CH / 3'099 Ausländer |
| 1990 | 16'481 | 13'146 CH / 3'335 Ausländer |
| 2000 | 15'470 | Keine Daten |
| 2010 | 19'652 | Keine Daten |
| 2020 | 21'814 | 17'217 CH / 4'597 Ausländer |
Bevölkerungszahl
Diese Statistik lässt, mit dem Wissen, dass die Gemeinde aus einer Fläche von 12,34 Quadratkilometer besteht, im Jahr 2020 eine Bevölkerungsdichte von 1'767 Einwohnern pro Quadratkilometer vermessen. Im Vergleich: die Bevölkerungsdichte pro km² in Baden liegt bei 1'460. Von 1990 bis 2000 gab es, in der neusten Geschichte von Aarau das erste Mal, eine Abnahme der Bevölkerungszahl von 16'481 auf 15'470. Zwischen 2000 und 2010 gab es einen Anstieg von über 4'000 Einwohnern (28%).
Ausländeranteil
Von 1910 bis 1950 sank der Anteil der Ausländer stetig (von 1'607 auf 907) – wahrscheinlich durch Einbürgerungen. In den 50er und 70er Jahren gab es einen verhältnismässig grossen Anstieg, von 907 auf über 3'000. Dies lässt sich auf die Einwanderungswelle der Gastarbeiter aus Italien, Portugal und Spanien zurückführen.
Personen pro Haushalt
| Wert | |
|---|---|
| Aarau | 2.0 |
| CH Durchschnitt | 2.2 |
| Leerstehende Wohnungen | 125 |
Analyse
Obwohl die zwei Zahlen sehr nahe aufeinander liegen, lässt sich etwas Bedeutendes daraus lesen: Die Bewohner der Stadt Aarau tendieren dazu, mit weniger Menschen in einem Haushalt zu wohnen. Das führt zu einer höheren Wohnungskapazität. Durch die hohe Nachfrage wächst auch das Angebot immer mehr – es entstehen immer mehr Wohnungen und Häuser, welche leer bleiben. Diese Problematik ist nicht nur in Aarau, sondern im gesamten Kanton eine Kernproblematik des Bau- und Wohnungswesens.
Beschäftigungsvolumen & Pendleranteil
Beschäftigungsvolumen
Die Stadt bietet circa 27'500 Arbeitsplätze von rund 1'700 Arbeitgebern. 87% der Arbeitsstellen sind im Dienstleistungssektor und rund 13% in der Industrie. Die Kantonale Verwaltung ist der grösste Arbeitgeber. Die Spitäler Kantonsspital Aarau und Hirslanden Klinik Aarau bieten viele Arbeitsstellen an. Weitere grosse Betriebe sind Rockwell Automation, Trüb AG, H. Rüetschi, AZ Medien, Neue Aargauer Bank, Aargauische Kantonalbank und Pneu Egger.
| Wert | |
|---|---|
| Einpendelnde | 61'538 |
| Auspendelnde | 76'745 |
| Relativer Pendlersaldo | −7,8 |
Analyse
Bei einem Zuwachs oder einem hohen Beschäftigungsvolumen steigt die Anfrage nach Geschäftsräumen, wobei direkt auch der Zuwachs von Gebäuden gegeben ist. Obwohl Aarau eine negative Pendlerbilanz aufweist, zeigt die Statistik, dass dennoch über 60'000 Pendler täglich nach Aarau pendeln. Eine hohe ökonomische Tendenz kann die Landschaft einer Gemeinde verändern und erklärt die hohe Überbauungsrate von über 97%.
Überbaute Fläche in ha
| Kategorie | Fläche |
|---|---|
| Gesamte Gemeindefläche | 1'234 ha |
| Bauzone insgesamt | 589.07 ha |
| Überbaut | 573.42 ha |
| Nicht überbaut | 15.65 ha |
| Baureif | 10.30 ha |
| Baureif in 5 Jahren | 0.25 ha |
| Langfristige Reserven | 5.09 ha |
Analyse
Auf den ersten Blick fallen zwei Ziffern besonders auf: die gesamte Gemeindefläche und die gesamte Bauzone. Diese stehen zu einander in einem Verhältnis von 2 zu 1. Dies lässt sich aufgrund der hohen Waldfläche erklären und bildet in der Aarauer Gemeinde einen Kernpunkt der vielseitigen Landschaft. Ausserdem lässt sich eine fast vollständige Überbauung erkennen, wodurch es in Zukunft zu einem Bau- und Platzmangel kommen könnte.
Migration innerhalb der Stadt Aarau
Die Migration innerhalb der Stadt beträgt 41%. Die Mehrheit von 59% hat vor ihrem derzeitigen Wohnquartier in keinem anderen Aarauer Quartier gewohnt.
Analyse
Wichtig für diese Analyse ist die Grafik des Scheibenschachens. Es ist gut ersichtlich, dass in das Quartier Scheibenschachen die höchste Anzahl an Befragten zugezogen ist. Dies lässt sich auf die hohe Bautätigkeit zurückführen, welche ebenso in der Analyse der Karte angesprochen wurde. Somit lässt sich diese Bauentwicklung auch statistisch erklären und gibt der Erkenntnis aus der Karte eine klare Bestätigung.
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